Die deutsche Ausgabe des Magazins FHM verzichtet neuerdings komplett auf eine eigene Website und ist online praktisch nur noch auf Facebook vertreten. Auf den Seiten von WuV kann man lesen, was diverse Social Media Experten zu diesem Schritt sagen.

Wenn man den Kontext betrachtet, ist das Abschalten der FHM-Website ein fast schon logischer Schritt. Das Magazin hat in den letzten Jahren fast ein Viertel seiner Leser verloren. Das konnte mit den bisherigen Online-Aktivitäten nicht verhindert werden. Im Gegenteil kann ich mir sogar gut vorstellen, dass FHM mit dem Internetauftritt das eigene Magazin kannibalisiert hat.
Wenn der Internetauftritt dem Unternehmen keinen Mehrwert bringt, kann man sich die Kosten, diesen zu betreiben auch sparen. Vielleicht hat sogar auch die Tatsache eine Rolle gespielt, dass die Domain fhm.de der ProSiebenSat.1 Media AG gehört und eben nicht auf die Magazinseite leitete.
Laut eigener Aussage, geht FHM dahin, wo die Leser sind. Das muss das Magazin nun aber noch mit Zahlen untermauern. Denn wenn in Facebook neue Leser für das Magazin begeistert werden können, müssten die Verkaufszahlen ja wieder steigen. Da bin ich mal gespannt.
Bei der Frage, ob das Abschalten der klassischen Website auch in anderen Branchen zum Trend wird, sind sich selbst die Experten uneins. Der Ansatz von FHM, seinen Kunden näher sein zu wollen, ist da sicher der richtige. Sich aber komplett in die Hände eines Dritten (in diesem Falle Facebook) zu begeben, um sicher auch kein sinnvolles Online-Geschäftsmodell.
Also ist aktuell wohl noch der goldene Mittelweg angesagt: Social Media in den eigenen Internetauftritt einbinden, um möglichst nah am Kunden zu sein und dennoch ein eigenes Profil zu haben.








