Jeder hat es schon einmal gehört und viele haben es bereits für sich entdeckt. Die Rede ist von der Microblogging-Plattform Twitter. Auch wir haben den Charme von Twitter bereits zu schätzen gelernt. Ich schreibe z.B. mehrmals am Tag per Twitter meine Kurzinfos und gebe damit meinen Followern einen Einblick in folgende Themen:
- Social Media und Web 2.0
- Werbung / Werbebranche
- Infos aus dem Agenturalltag
- lustige und interessante Videos bei YouTube

Wie funktioniert Twitter?
Über Twitter können Textnachrichten bis zu maximal 140 Zeichen veröffentlicht werden. Um den Dienst nutzen zu können muss man sich zunächst Anmelden und seinen Twitter-Account erstellen. Bei der Anmeldung ist es wichtig das Profil weitestgehend vollständig auszufüllen. Vor allem der Punkt “Biografie” ist für den späteren Verlauf von Bedeutung. Hier sollte etwas Sinnvolles und aussagekräftiges stehen, dass es einer anderen Person erlaubt zu verstehen über welches Thema geschrieben wird oder wer hier schreibt. Jetzt noch schnell ein Profilbild hochladen und es kann losgehen.
Die Frage “Was gibt’s Neues?” lädt auf der Twitter-Startseite dazu ein, das unten stehende Textfeld zu füllen. Ein Klick auf den Button “Tweet” und schon ist unser Text im Netz und von der ganzen Welt einsehbar. Twitter veröffentlicht sofort und ohne zeitliche Verzögerung. Dadurch können sich Nachrichten sehr schnell verbreiten, wie es in der Vergangenheit schon des Öfteren geschehen ist. Von Wahlergebnissen in der Politik bis hin zu Katastrophen wie vor kurzem bei der Love Parade 2010 in Düsseldorf.
Twitter Basics
Twitter kann man als Unterhaltung betrachten. Für eine Unterhaltung werden Gesprächspartner benötigt. Diese findet man über die Suchfunktion oder über den Punkt “Leute finden”. Einfach die eigenen Interessen in Form von Suchbegriffen einsetzen und schon werden Tweets von Usern angezeigt, die diese Begriffe erwähnt haben. Jetzt ist es möglich ausgewählten Usern zu “Folgen”. So füllen wir unsere “Following” Liste und wird dasselbe mit uns gemacht steigt die Zahl der “Follower”.
Um auf einen Post zu “Antworten” kann man das Antworten-Symbol unter dem Stern bei der Nachricht auswählen. Nun ist ein “@” mit dem Usernamen der Nachricht vorgestellt worden. So bekommt die Person mit, dass Sie erwähnt wurde und die Kommunikation ist eingeleitet. Gefällt ein Tweet kann man Ihn mit Retweet an seine Follower senden. Das hilft ebenfalls die Kommunikation anzuregen.
Das Sternchen markiert Nachrichten und ermöglicht es diese zu einem späteren Zeitpunkt zu lesen oder darauf zu antworten. Diese findet man dann unter seinen “Favoriten” wieder.
Direkt Nachrichten sind nicht öffentlich einsehbar. Die Länge der Nachrichten beschränkt sich allerdings auch hier auf 140 Zeichen. Auch hier gilt Senden und Empfangen ist möglich! Zur Auswahl des Empfängers steht ein Dropdown-Menü bereit was sehr hilfreich ist.
Begriffe mit dem Hashtag (#) kategorisieren. Es gibt zur Kategorisierung keine offizielle Regel. Jedes Wort kann mit vorgestelltem Hashtag versehen werden. Nach dem veröffentlichen ist dieser Begriff anklickbar und führt zu weiteren Tweets die diesen Hashtag verwendet haben und zwar von jedem User im Twitter-Netz.
Worin besteht der Nutzen?
Diese Frage tritt häufig auf und ist für jeden letztendlich sehr subjektiv, da es um Ziele geht. Ziele könnten z.B. Trafficsteigerung auf der Internetseite, Neukundengewinnung, Kundenbindung, Mitarbeiterrekrutierung sein. Sicherlich könnte man diese Liste noch weiterführen.
Wenn man daran denkt, dass Menschen kommunizieren und Menschen dieses Medium nutzen, eröffnen sich einige Einsatzgebiete. Denn Menschen sind auch Kunden und Interessenten, Ratsuchende und Empfehlungsgeber.
Ein Unternehmer hat z.B. die Chance über diesen Kanal ein Feedback direkt von seinen Kunden zu erhalten, unmittelbar und ungefiltert. Er kann auf die Bedürfnisse und Wünsche sowie auch Kritik eingehen und mit dem Wissen sein Angebot optimieren. Das Unternehmen kann von seiner Zielgruppe lernen.
Ebenso ist die Akzeptanz einer Dienstleistung als auch von Produkten um ein vielfaches höher wenn diese direkt an Follower, die sich bewusst dafür interessieren und entschieden haben, gerichtet sind. Analog kann man hier die klassische Anzeige in einer Tageszeitung als Vergleich nehmen, die in vielen Fällen unbeachtet bleibt da die Zielgruppe nicht in diesem Maß konzentriert werden kann.
Braucht man Twitter?
Meiner Meinung nach hat das Web mit all den neuen Möglichkeiten, dazu zählt neben Twitter auch Facebook und weitere Plattformen, unsere Kommunikation in bestimmten Bereichen bereits verändert. Es ist auch zu beobachten, dass viele Nachrichten nicht per E-Mail versendet werden sondern über die Social Media Kanäle verbreitet werden. Wie bei vielen neuen Technologien gibt es Befürworter als auch Skeptiker. Beide haben ihre Argumente und in letzter Konsequenz muss es sowieso jeder für sich selbst bewerten. Objektiv bleiben ist hier die Devise und neben den Positiven auch die negativen Seiten genau beleuchten. Hat man das getan und eine Strategie für sich entwickelt, kann Twitter sicherlich eine Bereicherung sein, davon bin ich überzeugt.
Wer tiefer in diese spannende Materie vordringen möchte, dem kann ich nur wärmstens das Buch “Die Ich-Sender: Das Social-Media-Prinzip” von Wolfgang Hünnekens empfehlen. Das Buch ist für den Einstieg mit 160 Seiten nicht überdimensioniert und lässt sich dazu noch schön lesen.
An dieser Stelle lade ich natürlich ein, mir bei Twitter zu folgen.
http://www.twitter.com/DIREKTHIER_de
Ich würde mich auch freuen, wenn Du mir Deine Erfahrungen mit Twitter und co. berichtest. Das kannst Du als Kommentar unter diesem Artikel machen oder mir unter ismailidis@direkthier.de eine E-Mail schicken.








