Nachdem das Thema WM abgehakt ist, widmen wir uns heute wieder dem Alltag. Bei unserer Arbeit entdecken wir Tag für Tag neue Seiten im WWW. Viele gute und auch viele weniger gute. Erstaunlich ist, dass wir noch immer auf sehr viele richtig schlechte Internetauftritte stoßen. Bei diesen mittleren Katastrophen handelt es sich wohlgemerkt um geschäftlich genutzte Seiten. Erstellt von Webmastern, die zum Teil ebenfalls vorgeben, professionell in dem Bereich tätig zu sein.
Inzwischen gibt es im Netz unzählige Seiten mit Ressourcen für Webdesigner. Fundiertes Fachwissen ist da dabei, aber eben auch Tipps und Tricks von Menschen, die ihr Fach selbst bei weitem nicht beherrschen. Das Problem ist bekannt und dient auch oft der Erheiterung. Es werden Listen erstellt mit Tipps für schlechtes Webdesign oder Ranglisten besonders misslungener Websites. Unter www.webmaster-4you.de wird das Thema auch ironisch aufgegriffen, zu welchem Zweck bleibt jedoch unklar. Schlimm ist allerdings, dass es ernst gemeinte Webseiten gibt, die noch viel schlimmer daher kommen.
Einerseits sollten wir uns darüber freuen, dass es noch so viele schlechte Webseiten gibt. Schließlich sind deren Besitzer potentielle Kunden, denen wir unsere Dienste anbieten können. Andererseits ist das Angebot an minderwertiger Leistung im Bereich Webdesign so groß, wie sonst in keiner anderen Branche. Für den unbedarften Laien sind schwarze Schafe und miese Hobbyprogrammierer aber oft nur schwer zu entlarven. Einen einheitlichen Qualitätsstandard für Webdesign gibt es leider nicht.
Überhaupt ist es gar nicht so leicht zu sagen, was eine gute Website ausmacht. Klar ist, dass professionelles Webdesign ein Zusammenspiel vieler Teildisziplinen ist. Zunächst einmal ist eine Website Kommunikation. Damit steht automatisch der Benutzer der Website im Fokus, denn ihm soll ja (zumindest) etwas mitgeteilt werden. Gutes Webdesign muss sich also an den Usern orientieren. Wie wird deren Aufmerksamkeit erregt, wie nehmen sie Dinge wahr, wie denken sie, welche Motivation treibt sie an und welche Entscheidungen treffen sie?
Die Liste der wissenschaftlichen Disziplinen, in denen sich ein guter Webdesigner bewegen müsste, kann und will ich hier nicht aufzählen. Der durchschnittliche Webmaster im Alleingang scheidet damit aber als Ansprechpartner für gute Kommunikation im Web schon einmal aus. Trotzdem fallen viele kleinere Betriebe tagtäglich auf solche Angebote herein und zahlen dafür, dass man sich hinterher über sie lustig macht.
Wo kann man aber nun anpacken, um in diesem Bereich für Besserung zu sorgen? Da kann es nur eine Antwort geben: Social Media. Nur wenn viele gute Fachleute sich einbringen und zusammenarbeiten, können Webdesign-Sünden bekämpft werden. Wir möchten unseren Beitrag leisten und rufen daher in Facebook zur Diskussion auf. Zunächst auf heitere Art und Weise mit der Aufforderung, die schlechteste Website Deutschlands ausfindig zu machen.
Die Auflistung von Negativ-Beispielen soll aber nicht nur der Belustigung dienen. Mit konstruktiver Kritik versehen, bietet Sie einen guten Ansatz um aus Fehlern zu lernen. Wenn die Diskussion angenommen wird, müssen natürlich auch positive Beispiele her. Als weiteren Schritt können wir schon mal die Sammlung von qualitativ guten Wissensquellen zum Thema Webdesign anregen. Aber eins nach dem anderen.
Zunächst einmal die Kriterien für die Suche nach der schlechtesten Website Deutschlands. Es können Links zu deutschen Websites mit kommerziellem Hintergrund eingereicht werden (also keine privaten Homepages). Mindestens in einem der folgenden vier Bereiche sollten die eingereichten Websites gravierende Mängel aufweisen:
- Gestaltung / Layout
- Benutzerfreundlichkeit / Navigation / Usabilty
- Content / Text / Informationsgehalt
- Technische Umsetzung / Quelltexte
Super wäre natürlich, wenn ihr nicht nur den Link postet, sondern auch gleich konstruktive Kritik übt. Zumindest in einem Bereich. Denn dass bei den schlechtesten Webseiten die Empfehlung am Schluss „kompletter Relaunch“ lautet ist klar. Aber es soll ja auch gezeigt werden wie, gerne auch gleich anhand von gelungenen Beispielen.
Also, wer sich beteiligen möchte:
hier geht es zur Gruppe in Facebook.
Wer vorab noch eine Anregung benötigt, kann ja mal nach „schlechtester Webdesigner“ googeln. Was ich da auf Platz 1 gefunden habe, hat mich echt schockiert.










Hey,
das ist mal eine gute Idee.
Weiter so…
Liebe Grüße Peter
wo ist die schlechteste seite zu finden? eine schlechte seite kenne ich auch, die http://www.martingausepohl.de